Einst war Epirus noch weitaus größer als heute. Die Region gehörte dank ihres Zugangs zum Mittelmeer zu den sehr bedeutenden Gegenden in Griechenland. Heute wird sie von Touristen leider oftmals übersehen - dabei hat Epirus sehr viel interessantes zu bieten - vor allem eine sehr bergige Landschaft, die zum Wanderern einlädt, was für den Norden Griechenlands sehr typisch ist.
Im Norden grenzt Epirus direkt an Albanien. Zu diesem Land gehört heute auch der nördliche Teil des antiken Epirus. Wer in Epirus Urlaub macht, sollte einen Besuch in Albanien nicht missen. Eine völlig andere, eher osteuropäisch und damit russisch-orthodoxe Welt wird da eröffnet - und das wo es doch ursprünglich eine gemeinsame Region war.
Doch zurück nach Epirus, wie man es heute in Griechenland findet.
Epirus umfasst eine Fläche von 9.203 km². Hauptstadt der Region ist Ioannina, eine bezaubernde Stadt mit ca. 75.000 Einwohnern. Ioannina hat eine lange Geschichte, die zurück reicht bis in die Zeit des römischen Kaisers Justinian, welcher als Gründer gilt.
Auch heute befinden sich im Archäologischen Museum einige Relikte aus dieser Zeit. Besonders wurde Ioannina und fast die gesamte Region Epirus aber durch die Osmanen geprägt. Das zeigt heute nicht nur die Zitadelle mit dem Ali-Pascha-Mausoleum deutlich, sondern das gesamte Bild der Altstadt von Ioannina.
Die Umgebung der Stadt ist wunderschön. Hier erlebt man Pamvotida-See, auf dessen Insel sich Nisi sich mehrere Klöster befinden. Aber auch die Tropfsteinhöhlen von Perama sind sehr sehenswert, hier kann der Besucher eine Naturschönheit ersten Ranges bewundern. Doch zu diesen zählt eigentlich die gesamte Region Epirus mit ihren vielen bergigen Landschaften.
Gerade am Meer sind beeindruckende Bergmassive zu bewundern. Es sind die Keraunischen Berge, die dort etwa 2.000 Meter hoch in die Luft ragen - und an deren Fuß es dann steil zum Meer hinunter geht. Die Vikos-Schlucht ist ebenfalls ein Naturdenkmal. Ansonsten bietet die Region Epirus viele grüne Waldgebiete, welche sich über Kilometer Länge erstrecken. Hier wachsen Eichen, Buchen und Tannen - und immer wieder sind dazwischen malerische kleine Orte, an denen man Land und Leute entdecken kann.

