Urlaub in Griechenland

Nördliche Ägäis

Die nördliche Ägäis in Griechenland ist eine der dreizehn Verwaltungsregionen in Griechenland. Hauptstadt der Region ist Mytilíni auf Lésvos. Die etwas über zweihunderttausend Einwohner leben auf Inseln, die den nord- und den ostägäischen Inseln und den südlichen Sporaden zugerechnet werden. In der Literatur ist jedoch meist die Rede von den nordostägäischen Inseln.

Die nordöstliche Ägäis in Griechenland umfasst sieben größere Inseln: Thásos, Samothráki, Límnos, Lésvos, Chíos, Ikaría und Sámos. Auf ihnen findet man eine Vielzahl gut erreichbarer Strände und antiker Ruinen und überall stößt man auf den berühmten weißen Marmor. So kommen denn sowohl Liebhaber malerischer Dörfer, Naturfreunde und Erholungssuchende voll auf ihre Kosten.

Die einzelnen Inseln, die zum Teil seit der Steinzeit bewohnt sind, weisen sehr unterschiedliche Landschaftsbilder und Charakteristiken auf. Lésvos und Límnos sind vulkanischen Ursprungs und befestigt. Durch ihre Bauten und das Landschaftsbild bieten sie einen sehr imposanten Anblick. Die südlichen Inseln Sámos, Chíos und Ikaría sind dagegen eher gebirgig und reich an Kiefern, Olivenbäumen und Zypressen. Auf Thásos vernichteten 1980 Waldbrände fast den gesamten Kiefernbewuchs. Die Natur wirkt wild und es finden sich zahlreiche Wasserfälle und Quellen. Diese kontrastiert vielerorts mit den Heiligtümer der Großen Götter, die fast ein Jahrtausend lang als Hauptkultstätten der antiken Regionen genutzt wurden.

Sehenswert sind die mittelalterlichen Anlagen auf Chíos, das Byzantinische Kloster Néa Moní und die sogenannten Mastixdörfer. Auf Sámos sollte man auf jeden Fall das Museum mit Relikten des Heraion besuchen. Und in Mýrina, der Hauptstadt von Límnos sind ein Kastell und Wohnbauten aus der genuesischen und osmanischen Besetzungszeit einen Besuch wert.

Strände finden sich in fast allen Größen - vom feinen Sandstrand bis zu Stränden mit fußballgroßen Steinbrocken. Mit Ausnahme von Thásos, Sámos und Lésvos blieb die nördliche Ägäis in Griechenland vom Massentourismus weitgehend verschont. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist auf vor allem auf Ikaría mit seinen Bädern und Mineralquellen gut aufgehoben.

Nicht alle Inseln der nördlichen Ägäis in Griechenland besitzen einen Flughafen, sind aber durch Fährverbindungen mit dem Festland und den anderen Inseln gut zu erreichen. Flugzeuge und Fähren verbinden die Inseln untereinander. Sehr unterschiedlich ist das Busnetz auf den Inseln. Chíos bereist man trotz guter Busverbindungen am besten mit dem Auto. Während auf Ikaría der Nahverkehr noch nicht voll ausgebaut ist und die Straßen geländegängige Fahrzeuge erfordern.